Sally
valeriahoffmann.vh@gmail.com
Sally hat Epilepsie, für die sie Tabletten bekommt.
Obwohl sie gut eingestellt ist, kann es ab und an passieren, dass sie einen Anfall bekommt. Außerdem hat sie eine abgeknickte Rute, seit sie ein paar Wochen alt ist, diese bereitet ihr allerdings keine Beschwerden. Sie hat jedoch auch Spondylose.
Zusätzlich bringt Sally leider viele Verhaltensauffälligkeiten mit. Sally hat eine enorme Bewegungs-/Reizreaktivität aufgebaut gepaart mit einem nicht zu vernachlässigenden Jagdtrieb. Sie reagiert jagend/aggressiv auf andere Hunde.
Es gibt Tage, wo sie mit jeglichen Reizen überfordert ist und Tage, wo sie bspw. Hundebegegnungen ganz gut meistert. Entgenkommende Hunde am Fahrrad ist immer sehr schwierig.
Es ist bereits mehrfach zu Beißvorfällen gegenüber einem Familienmitglied und mir aufgrund Übersprungshandlung gekommen. Sie ist ein paar Mal abgehauen/losgerissen bei Hundesichtung und hat geschnappt. Währenddessen ist sie nicht denkfähig, hört dementsprechend nicht und lässt sich kaum aus der Situation holen. Ein von uns unverschuldeter Beißvorfall eines anderen Hundes auf sie, während sie angeleint war, hat dies nicht vereinfacht.
Die ganze Situation hat sich nochmal deutlich verschlimmert, als ich vor ein paar Monaten einen Schlaganfall erlitten habe, nachdem ich vorher eine Weile aufgrund von Symptomen sehr unsicher gegenüber dem Hund war. Da ich ihr körperlich gar nicht gerecht werde, wurde vor einer Weile schon entschieden, dass Sally ein neues Zuhause braucht.
Uns ist natürlich bewusst, dass Sally bei weitem kein einfacher Fall ist. Gerade deshalb ist mir persönlich sehr wichtig, dass jemand, der Sally adoptiert, weiß, worauf er sich einlässt. Das Hundeproblem beschränkt sich auf Fremdhunde bei Hundebegnungen und sehr aktiven Hunden.
Bei souveränen, ruhigen Hunden gibt es keinerlei Probleme bei bewusster Führung. Katzen im Haushalt zusammen mit ihr ist nicht möglich. Zuhause und auf dem Hundeplatz kennt sie Kinder, die mit Hunden aufgewachsen sind. Das ist im Beisein und unter Beaufsichtigung unproblematisch. Da zeigt sie sich ruhig, aufgeschlossen, vorsichtig. Dennoch sind unerfahrene Kinder nicht empfehlenswert.
Sie hat lange keinerlei Frustrationstoleranz und Coping-Mechanismen erlernt. Ihr Erregungslevel steigert sich in enormem Maße und das, gemischt mit Jagdtrieb, ist wohl der Grund, wieso sie sich so verhält. Noch dazu ist sie logischerweise in den vergangenen Monaten massiv unterfordert und nicht ausgelastet.
Sally arbeitet allerdings gern, zeigt guten Fokus und ist im Haus lieb, verschmust und anhänglich. Sie bettelt förmlich um die Anleitung, die sie bisher leider nicht bekommen hat.
Unsere Trainerin sagt, dass Sally auf keinen Fall ein hoffnungsloser Fall ist, aber jemanden benötigt, der schnell ist/ gutes Timing hat, viel Zeit und ein tiefenentspanntes Gemüt (damit man sich von ihr nicht nervös machen lässt). Natürlich sollte bereits viel Hundeerfahrung, im Idealfall mit Malis oder "verhaltensauffälligen" Hunden, vorhanden sein.
In der letzten Zeit wurde an Ruhe, Frustrationstoleranz, Aufmerksamkeit und vermehrte Leinenführigkeit auf anderem Weg trainiert, nachdem andere Wege mit Hundetrainern für Sie nicht der richtige war.
Ich habe persönlich Angst, dass sie zum gefährlichen Wanderpokal werden könnte, daher wende ich mich an euch, mit der Bitte, ob ihr eventuell Vermittlungshilfe für Sally leisten könnt?
In ihrem Leben ist sicher vieles nicht in ihrem besten Sinne verlaufen. Sally verdient aber eine neue Chance, die ich ihr ermöglichen möchte. Aufgrund erneutem Vorfall ist sie für mich nicht haltbar und die Situation definitiv nicht mehr tragbar. Ihr möchte ich einen letzten Tierarztbesuch ersparen.
Sie kennt Barf und Trockenfutter, Futtersuche, Hundeplatz, Longieren, Anfänge von Hoopers.
In neuen Umgebungen ist sie zunächst sehr aufgeregt. Mit Führung und Geduld legt sich das aber. Das wurde in der letzten Zeit auch vermehrt geübt. In fremden Umgebungen alleine sein fällt ihr schwer und Bedarf Übung und Geduld. Bei mir zu Hause war dies bei 6 Stunden kein Problem. Sie bellt selten, ist sehr neugierig, sobald ihr etwas Spaß macht ist sie super aufmerksam und möchte mitmachen.
Ich danke euch schon einmal für die Zeit, dies durchzulesen und würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen. Selbstverständlich stehe ich für weiteren E-Mail-Kontakt zur Verfügung.


